ReadyMedia (minidlna) als einfacher Medienserver für den Raspberry Pi

Wer einen Raspberry Pi als Medienserver betreiben will, nimmt oft Kodi (früher: XBMC). Meist bedeutet dies, dass der Raspi ausschließlich als Mediencenter genutzt wird. Wer seinen Raspi als Desktop-Rechner nutzen will, braucht eine andere Lösung – einen Medienserver, der still und unauffällig im Hintergrund läuft. ReadyMedia (minidlna) ist eine solche Lösung.

In meinem Haus in Irland benutze ich (auch) einen Raspberry Pi 3 als ganz normalen Desktop-Rechner. (Er klebt an der Rückseite des Monitors). Ich habe Ubuntu Mate 16.04 darauf installiert. Ubuntu Mate bringt fast alles für den nicht allzu anspruchsvollen Computeralltag mit und läuft stabil und mit guter Geschwindigkeit. Auch noch Kodi auf dem Rechner zu haben, schien mir überdimensioniert, wollte ich doch nur eine Lösung, die mir auf dem Raspi „gelagerte“ Videos und Musik auf Smartphone und iPad bringt.

Herunterladen und konfigurieren

Mit ReadyMedia (minidlna) habe ich eine verblüffend einfache Lösung gefunden, die genau das problemlos erledigt.

 sudo apt-get install minidlna

lädt das Programm herunter und installiert es.

Eine grafische Oberfläche gibt es nicht; die Konfiguration wird über die Bearbeitung einer Textdatei vorgenommen. Viel zu konfigurieren ist im Normalfall nicht. Einfach die Konfigurationsdatei öffnen, z.B. so:

sudo nano /etc/minidlna.conf

Die meisten Vorgaben können übernommen werden, anzupassen sind lediglich die folgenden Zeilen:

/etc/minidlna.conf
 ---
 media_dir=M,/mnt/ext/Music
 media_dir=P,/mnt/ext/Pictures
 media_dir=V,/mnt/ext/Videos
 friendly_name=Raspberry Pi
 inotify=yes

Die ersten drei Zeilen sagen minidlna, wo die Dateien (Music, Pictures, Video) zu finden sind. Einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ich habe momentan nur Videos, deshalb genügt bei mir diese Zeile:

 media_dir=home/uli/Videos.

Die vorletzte Zeile gibt dem Rechner einen selbstgewählten Namen, die letzte sagt minidlna, dass es die Medienbibliothek automatisch auf dem Laufenden halten soll.

Jetzt noch minidlna starten mit

service minidlna start

und wir haben einen leichtgewichtigen und gut funktionierenden Medienserver.

Clients

Auf meinem Android Smartphone nutze ich Fritz!App Media, auf dem iPad mconnectFree. Beide Apps finden den minidlna-Server automatisch und spielen alle gängigen Medien ab. Wer will, kann auf beiden Plattformen VLC benutzen. Der minidlna-Server taucht im Menü „Lokales Netzwerk“ auf.

 

 

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